Industrie 4.0: Warum die Digitalisierung der wichtigste Trend in der Hotellerie und Gastronomie ist

Die meisten Menschen verbinden den Begriff „Industrie 4.0“ mit dem produzierenden Gewerbe. Aber was ist eigentlich mit dem Gastgewerbe? Gibt es hier nicht die gleichen Herausforderungen wie digitale Transformation, effiziente Lieferketten und intelligente Büros? Die klare Antwort lautet: Ja. Die vierte industrielle Revolution birgt ein enormes Potenzial für die gesamte Tourismusbranche und damit verbunden auch für die Hotellerie und Gastronomie. Die Digitalisierung – und hier ganz besonders die Automatisierung und Künstliche Intelligenz (KI) – ist die wichtigste Innovation im Gastgewerbe. Ganz einfach, weil sie das bringt, was die Branche am meisten braucht: mehr Effizienz und besseren Service.

Hotellerie und Gastronomie sind bekanntlich „people’s businesses“. Gastgeber erfüllen die Wünsche und Bedürfnisse ihrer Gäste und legen dabei Wert auf persönlichen Service. 

Tatsächlich haben alle industriellen Revolutionen das Gastgewerbe stärker beeinflusst als jede andere Branche. Das begann mit der Erfindung der Dampfmaschine, durch die das Reisen einen gewaltigen Schub erhielt. Die zweite industrielle Revolution brachte die Elektrizität – auch sie wirkte sich maßgeblich auf die Weiterentwicklung des Tourismussektors aus. Seit den 1990er Jahren schließlich sorgt die Verbreitung der Informationstechnologien und des Internets für einen großen Umbruch.

Das Internet verändert das Buchungsverhalten

Genau diese Technologien haben allerdings den Wettbewerb in der Reisebranche verschärft. Plötzlich tun sich für Touristen viel mehr Möglichkeiten auf. Plattformen wie AirBnB machen den Hotels Konkurrenz; Drittanbieter wie Booking.com, Hotels.com und TripAdvisor sorgen für ein verändertes Buchungsverhalten. 

Doch was für Gäste bequem ist, wird für einzelne Hotels zum Verhängnis. Reisende verlassen sich nicht mehr auf ihr Gefühl oder Erfahrungen von Freunden, sondern treffen ihre Entscheidung, nachdem sie online Sternebewertungen, Rezensionen und Preise verglichen haben. Das Buchen einer Reise wird vom einem emotionalen Erlebnis zu einem sachlichen Abhaken von Kriterien scheinbar austauschbarer Produkte. Das geht zu Lasten der Treue – und das kann für eine Branche, die von Stammgästen lebt, fatale Folgen haben. 

Wie kann man Stammgäste (zurück) gewinnen?

Hotels müssen ihr Angebot und ihr Image differenzieren, indem sie sich bewusst und gezielt positionieren, um besser zu sein als die Konkurrenz und die Beziehung zu ihren Gästen durch herausragende Dienstleistungen zu festigen.

Ugo Mazza ist General Manager im Hotel Tropis. Er erklärte: „Ein Vier-Sterne-Hotel muss sich heute in einem deutlich härteren Wettbewerb beweisen. Früher stellten nur vergleichbare Hotels eine Konkurrenz dar; heute sind es auch hochwertige Wohnungen und Häuser auf AirBnB und damit ein nahezu unbegrenztes Angebot.“ Neben der eigenen Positionierung erachtet er noch einen andere Aspekt als wichtig: „Wir Hoteliers können uns nicht mehr auf die traditionellen sicheren Margen verlassen, sondern müssen uns mit einem deutlich kleineren Stück des Kuchens zufrieden geben. Daher wird Effizienz entscheidend sein.“

Es wird zukünftig also nicht nur darum gehen, das zu verbessern, was Einnahmen generiert. Zusätzlich müssen die Prozesse im Hintergrund effizienter gestaltet werden. Um Mehrwerte zu wahren und zu schaffen, um weniger Ressourcen zu verschwenden, müssen neue Wege eingeschlagen werden. 

Doch wie funktioniert das? Der jährlichen Global CEO Survey von PwC (externer Link: https://www.pwc.com/gx/en/ceo-survey/2019/Theme-assets/reports/hospitality-leisure-trends-report-2019.pdf) nennt in seiner Studie „Hospitality and leisure trends“ drei Ansätze: 

  •  Zeitgemäße Serviceangebote: Wünsche und Gewohnheiten der Gäste haben sich dramatisch verändert. Die Services müssen dementsprechend modernisiert werden. Die Menschen erwarten heute Dienstleistungen, die ihnen das Leben erleichtern, und Erlebnisse, die sie sonst nirgendwo bekommen. 
  • Hochqualifiziertes Personal: Der Faktor Mensch spielt im Gastgewerbe eine entscheidende Rolle. Das Personal sorgt für die emotionale Komponente und menschliche Begegnungen.  Enthusiasmus und Leidenschaft sind zwei Grundvoraussetzungen dafür, dass die Teams sich warmherzig und Kompetenz um ihre Gäste kümmern können.
  • Innovative Technologien: Zur Steigerung der Effizienz gehört es, Verwaltungsprozesse im Hintergrund einzusparen oder zu automatisieren. Dazu führt an neuen Technologien kein Weg vorbei. Die Digitalisierung wird dem Gastgewerbe mehr Erfolg bescheren. Und das auf mehreren Ebenen.

Industrie 4.0: Warum die Hotellerie und Gastronomie die Digitalisierung nicht verpassen sollten Add Your Heading Text Here

Durch das Nutzen neuer Technologien wie Robotik, Künstliche Intelligenz (KI) oder das Internet der Dinge (Internet of Things/IoT) zeigt ein Betrieb, dass er mit der Zeit geht. Zugleich verschafft er sich entscheidende Wettbewerbsvorteile. Denn die Digitalisierung ermöglicht:

  • Effizienzsteigerungen – und das kann für das Überleben in einer Branche mit niedrigen Margen entscheidend sein
  • Entlastung des Personals – und das ist insbesondere in Zeiten des Fachkräftemangels von Bedeutung
  • Verbesserte Services und Gästezufriedenheit – und das wiederum stärkt die Kundenbindung 

Digitale Helfer sollen dabei keineswegs Personal ersetzen. Vielmehr machen technische Lösungen es möglich, dass Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wieder mehr Zeit mit den Gästen verbringen können, statt sich um Papierkram kümmern zu müssen. 

Was sind die aktuellen digitalen Trends und Innovationen für die Gastronomie?

Trend 1: Automatisierung spart Zeit, Mühe und Geld

Auch wenn sie notwendig sind: Kaum jemand mag Routinearbeiten. Sie binden Zeit, sind langweilig und halten uns von wichtigeren Dingen ab, die mehr Spaß und Umsatz bringen.

Software hilft dabei, Arbeiten intelligent zu automatisieren. Das führt zu mehr Schnelligkeit und Effizienz. Eine aktuelle Umfrage von The Harris Poll im Auftrag von Zapier durchgeführte Umfrage zeigt, dass das Interesse an Automatisierungsmöglichkeiten stetig wächst. Insgesamt wurden rund 1.200 Arbeitnehmer befragt. Ihre Aussagen unterstreichen das große Potenzial:

  •  96% der Teilnehmer, die Automatisierungssoftware bei der Arbeit nutzen, profitieren davon;
  • 43 % geben an, dass sie damit Aufgaben schneller erledigen können;
  • 40 % geben an, dass solche Software ihnen hilft, ihre Arbeit besser zu organisieren;
  • 38 % glauben, dass der Einsatz von Automatisierungssoftware ihre Arbeitsweise insgesamt verbessert;
  • 36 % geben zu, dass Automatisierungssoftware ihnen und ihrem Team hilft, sich auf wichtige Aufgaben zu konzentrieren.

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Trend 2: Künstliche Intelligenz verwandelt Daten in praktische Lösungen 

Künstliche Intelligenz (KI) treibt die Innovationen in der Hotellerie und Gastronomie rasant an. Jeden Tag generieren Unternehmen riesige Mengen an Daten, die meist ungenutzt bleiben. Auch im Hotel- und Gaststättengewerbe betrifft das viele Bereiche: von Gästedaten über Inventar und Abrechnung bis hin zu Beständen.

KI analysiert wichtige Datenpunkte und setzt sie zu Mustern zusammen, indem sie Daten aus Bildern, Sprache, Videos und Texten kombiniert. Das erleichtert die Datenanalyse und Entscheidungsfindung. KI kann CRM-Systeme durch Erinnerungsfunktionen zu bestimmten Anlässen oder maßgeschneiderte Angebote aufwerten. Auch in der Verwaltung und im F&B-Management bietet sie große Vorteile.

Insgesamt können KI-Algorithmen Geld sparen, den Service verbessern und die Abläufe optimieren.

Praxisbeispiel: die Anwendung von KI in der Lagerverwaltung

Die Lagerverwaltung gehört ganz sicher zu den zeitaufwendigsten Prozessen, in der Lebensmittelindustrie im Allgemeinen und in Restaurants und Hotels im Besonderen. Alles basiert immer noch auf Stift und Papier, und niemand kann den Verbrauch nachverfolgen. Das ist nicht nur lästig, sondern auch teuer und führt zu Lebensmittelverschwendung. 

Intelligente Systeme wie das Warenwirtschaftssystem von Storate tracken Ihren Bestand und Verbrauch. Sie informieren Sie automatisch, wenn Ihr Vorrat zur Neige geht oder Mindesthaltbarkeitsdaten sich nähern. Die KI-gestützte Lagerverwaltung wird die gewohnten Prozesse revolutionieren.

Fazit: Das Potenzial, das in der Kombination von Technologie und Gastronomie liegt, ist immens. Es lohnt sich, die Trends zu beobachten und am Ball zu bleiben. Natürlich werden die handwerklichen Fähigkeiten immer wichtig bleiben. Aber die Zukunft liegt darin, die Technik und ihre scheinbar unbegrenzten Möglichkeiten zu nutzen, um die menschlichen Fähigkeiten zu unterstützen. 

Industrie 4.0 kann die Customer Journey und die Art und Weise, wie wir arbeiten, neu definieren. Lassen Sie uns „Gastgewerbe 4.0“ anstreben – eine Welt, in der die Digitalisierung den Menschen entlastet, so dass sich Gastronomen und ihre Teams voll und ganz auf ihre Gäste konzentrieren können.

Wie könnte das funktionieren? Buchen Sie ein Gespräch mit uns. Wir zeigen Ihnen, wie Storate neue Möglichkeiten eröffnen kann.

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